Pelikanviertel Hannover 1
Pelikanviertel Hannover 2
Pelikanviertel Hannover 3
Pelikanviertel Hannover 4
Pelikanviertel Hannover 5

Pelikanviertel Hannover

Der nördliche, ruhig gelegene Teil des ehemaligen Produktionsgeländes des traditionsreichen Tintenherstellers Pelikan in Hannover wurde in einem städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb auf ungewöhnliche Weise zum Wohn- und Geschäftsquartier umgewidmet: Vier verschiedene Architekten prägen mit ihren unterschiedlichen Entwürfen ein doch einheitliches Karree. Den Zusammenhalt stellt die freiraumplanerische Gestaltung her, die dem Quartier in seiner Gesamtheit ein Gesicht verleiht. 

Das städtebauliche Konzept des Pelikan-Viertels basiert auf einer aufgelösten Blockstruktur. Zwischen zwei winkelförmigen Gebäuden im Norden und Süden sind an der Ost- und Westseite je drei punktförmige Einzelhäuser mit unterschiedlicher Größe und Kubatur eingefügt. Im Sinne der vom Auslober gewünschten Vielfalt ist das Quartier als homogene Gruppe individuell gestalteter Gebäude entwickelt. Die Erschließung der Häuser erfolgt aus den Straßenräumen weitgehend unabhängig von den Himmelsrichtungen. Der Block ruht auf einem Tiefgaragengeschoss - der äußere Blockrand bildet die öffentliche Zone;  der innen liegende Hof die private Seite des neuen Quartiers. Mit Stufen und Rampen öffnet sich der Sockel in Ost-West-Richtung zur Günther-Wagner-Allee und zum Tintengraben und ist quartiersbildend ebenfalls in Ziegel ausgeführt.

Der Innenhof ist mit organischen Rhododendronskulpturen durchzogen, welche auf die unterschiedlichen Haustypologien und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Öffentlichkeit oder Privatheit reagieren und technische Einbauten unauffällig integrieren. Das Zusammenspiel von Öffnung und Weite sorgt ebenso unaufgeregt für die Bereitstellung von Spielflächen und der notwendigen Sicherheitsflächen.