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Schlosspark Weitmar Bochum

Das Haus und der Schlosspark Weitmar bilden heute ein kulturelles Kleinod in der industriell geprägten Stadt Bochum. Zum Schwerpunkt der Bochumer Gartenkultur entwickelte sich der Schlosspark aus dem landwirtschaftlichen genutzten Gut Haus Weitmar vier Kilometer süd-westlich des Ortes Bochum. Inzwischen ist Weitmar Teil der Stadt Bochum, der Schlosspark liegt im Übergangsbereich zu ländlichen Stadtteilen in der Nähe der Ruhr. Direkt südwestlich an den Park angrenzend öffnet sich der Blick auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Trotz der noch anschließenden Stadtteile kann man von einer Schnittstelle zwischen Siedlung und Landschaft sprechen.

Der Schlosspark Weitmar bietet mit seiner schlichten, selbstverständlichen räumlichen Gestalt eine in Bochum einmalige, ruhige und gelassene Atmosphäre und Ausstrahlung. Die Ruinen des Hauses Weitmar, der Sylvesterkapelle und die sehr alten Baumsolitäre erinnern an die Jahrhunderte zurückreichende Entwicklungsgeschichte während die dezent eingefügten Interventionen zeitgenössischer Kunst den Park in der Jetztzeit verankern. Im Schlosspark Haus Weitmar verbinden sich Natur und Kultur eindrucksvoll; Malerisch inmitten des alten Baumbestandes gelegen, laden zeitgenössische Skulpturen, kulturhistorische Denkmale, das Museum Situation Kunst und die Galerie m ein, auf Entdeckungstour zu gehen. Neben den Gebäuden neueren Datums wie Museum und Galerie, kann man die Ruine der Sylvesterkapelle, die bereits 1397 urkundlich erwähnt wurde und die Ruine von dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Haus Weitmar besichtigen, das durch einen Fliegerangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurde der „ Kubus“, als Erweiterungsbau des vorhandenen Museumsgebäudes von der Stiftung Situation Kunst mit Fördermitteln des Wissenschaftsministeriums und der Staatskanzlei realisiert. Die Situation Kunst ist Teil der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum und Lehrsammlung des dortigen kunsthistorischen Instituts. Das Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept mit den neuen Räumlichkeiten und der zusätzlichen Restauration weckt überregionales Interesse.

Der Glaskubus in der Ruine kann metaphorisch für den Erhalt und die Würdigung der Geschichte des Gutes und der modernen Interpretation und Nutzbarmachung verstanden werden. Vervollständigt wurde die Symbiose durch die Instandsetzung der historischen Brücke und Wiederertüchtigung der Graft.
Die stadträumlich außergewöhnliche Situation, die hier entstanden ist, ist im gesamten Park ablesbar. Die Raumbezüge des Landschaftsparks wurden vorsichtig herausgearbeitet und wiederhergestellt. Sich im Park befindliche Kunstwerke sind wieder erlebbar. Ein wichtiger Punkt ist die Erweiterung des Parks auf angrenzende ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen des alten Gutes Haus Weitmar. Die Vergrößerung stellt eine Verbindung in den angrenzenden Raum her, die durch Landschaftsbalkone und Picknickdecks erleb- und benutzbar gemacht wird.

Der Erneuerung und Erweiterung des Parks ging ein Entwicklungskonzept im Jahr 2008 voraus.

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